Carolus Thermen Bad Aachen
Antike Badetraditionen zu neuem Leben erweckt
Das gebündelte Wissen von Jahrtausenden um die wohltuende Wirkung von Wärme prägt das Konzept der Saunenlandschaft in den Aachener Carolus-Thermen. Über zwei Etagen erstreckt sich internationale Saunakultur, die keine Wünsche offen lässt. Damit kehrt antike Badekultur zurück an den historischen Ort, der sich mit einer über 2000jährigen Tradition seinen Ruf als „Bad der Könige“ verdient hatte.
Eingebettet in die natürliche Landschaft, steht auf einem fast 13 000 Quadratmeter großen Areal der Bau mit einer Nutzfläche von über 18 000 Quadratmetern.
Der Antike ihre Geheimnisse entlocken
Eine großflächig verglaste Badehalle, die den Blick in den Kurpark freigibt, bildet das eine Zentrum der Thermen und lockt mit zahlreichen Erlebniszonen. Doch das ei-gentliche Geheimnis des modernen Badetempels liegt im anderen Pol, dem fast im Berg vergrabenen Saunenbereich: Unter einer 14 Meter hohen Kuppel, die dem un-garischen Rudasz-Bad nachgebildet ist, wurden bereits vergessen geglaubte Bade-traditionen wieder zum Leben erweckt. Dort ergänzen im Obergeschoss klassische finnische Saunen unterschiedlicher Temperaturen die Vielfalt der türkischen und os-manischen Bäder sowie römischer Luft- und Dampfbäder, die sich im fast fensterlo-sen, introvertierten Untergeschoss offenbaren. Zum Verweilen lädt ein großer Sau-nagarten mit eigenem Badesee ein.
Realisation in erfahrener Hand
Konzeption, Gestaltung und Produktion der anspruchsvollen Thermenausstattung lag in den Händen zweier Hufland-Mitglieder. Für die antiken Bäder zeichnen wir verant-wortlich. Aus unseren Öfen stammt zudem die handgefertigte Keramik mit einer Viel-zahl von dreidimensionalen Formsteinen, die zur perfekten Umsetzung der Entwürfe notwendig war. Die skandinavischen Saunen für Aachen, die zum Teil aus handge-hauenen Fichtenstämmen errichtet wurden, hat der Eschweiler Saunahersteller Baum auf Maß gefertigt.
Natur und Technik im Einklang
Traumhaften Bühnenbildern ähneln die einzelnen Bereiche, in denen Entspannung inszeniert wird. Die baltische Saunawelt bietet ein breites Angebot für jeden Ge-schmack: von der Aufguss-Sauna über Kräuter-Sauna bis hin zu Kaltwasserbecken und Ruheraum mit Kamin sowie Hochleistungs-Solarien. Die Wirkung von Farben auf Körper und Seele nutzt die Licht-Sauna und steigert den Wellness-Effekt um ein wei-teres.
Kräftige, vertikal stehende Kiefer- und Birkenstämme, die zum Teil auch als konstruk-tive Bauelemente Verwendung fanden, erinnern den Saunagast immer wieder an die Herkunft der skandinavischen Sauna-Kultur, die in den neuen Carolus-Thermen al-lerdings auf technisch höchstem Niveau steht.
Einzigartige Saunaattraktionen
Kaum 1000 Meter vom Aachener Dom entfernt liegt der gegen Einblicke geschützte Saunagarten. Er wird gesäumt von unvergesslichen Sauna-Attraktionen wie See-, Stollen- und Erd-Sauna, dem Stein-Bad und dem Sauna-See. Von Hand gefertigte Blockhäuser runden das rustikale Ambiente geschmackvoll ab und geben durch Fenster den Blick auf den Sauna-See frei.
Wärme, die unter die Haut geht
In den Orient fühlt sich der Erholung suchende Besucher versetzt beim Betreten der unterirdischen Anlagen. Römische und türkische Bäder mit variablen Temperaturen zwischen 18 und 55 °C bieten eine moderat temperierte Alternative zu den skandina-vischen Saunen darüber.
Traditionsreiche Konzepte modern interpretiert
Die Vitalisierung fördern das türkische Hamam und das marokkanische Rhassoul-Bad. Neuentwicklungen wie das Odorium und das Tecaldarium greifen Kenntnisse und Erfahrungen dieser antiken Bäderkultur auf und passen sie zeitgemäßen Be-dürfnissen an. Während das Tecaldarium mit rund 40° bis 50°C den Körper erwärmt, um die Durchblutung insbesondere der kälteren Körperteile zu intensivieren, entfaltet das Odorium eine heilende Wirkung mit Hilfe ätherischer Öle.
Angebot für jedes Alter
Schwitzen, ohne den Kreislauf zu stark zu belasten, erlaubt das Caldarium. Anders als in der Sauna liegt die Temperatur der Raumluft unter der Oberflächentemperatur der 50° bis 60°C warmen Wände. Das Wärmebaden im Caldarium kann daher bis zu einer Stunde ausgedehnt werden. Auf diese Weise tragen die Carolus-Thermen den Bedürfnissen der Gäste aller Altersgruppen Rechnung.
Die Symbiose aus Ästhetik und Funktion erforderte Maßarbeit
Exakte Maßarbeit bis ins Detail war erforderlich, um die Entwürfe des planenden Münchener Architekten Prof. Dr. Rudolf Wienands umzusetzen, dem mit diesem Bau eine Symbiose aus optimaler Funktion und einzigartiger Gestaltung gelungen ist. „Jedes einzelne Bad hat ein eigenes Raum- und Farbkonzept“, erläutert der TU-Professor, “das Hauptmerkmal des berühmten Aachener Domes - Komplexität und Widersprüchlichkeit aus jahrhundertealten Aus- und Umbauten - sollten in dieser Badeanlage mittels Brüchen und Überlagerungen ebenfalls erreicht werden.“





